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Traumwoche Ortler

Tour IT2: August 2009

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Im Sommer 2007 standen wir auf dem Großglockner. Dort nahmen wir uns vor den Ortler in zwei Jahre zu erobern. Das dieser Berg schwerer zu ersteigen ist, war uns allen klar. Im August 2009 habe ich mir diesen Wunsch erfüllt und eine "Ortler Traumwoche" bei der Alpinschule Ortler in Sulden gebucht. Bereits im Sommer 2008 hatte ich mich in Sulden schon bei den Bergführern über diese Tour informiert und konnte bei einem Aufstieg zur Düsseldorfer Hütte die Ortrlergruppe bei bestem Wetter bewundern.
Innerhalb der Wanderwoche gingen wir von Hütte zu Hütte und bestiegen einige Gipfel im Ortlermassiv. So führte uns die Tour zur Düsseldorferhütte und dem Großen Angelus 3521m. Über die Schaubachhütte und die Suldenspitze erreichten wir die Casatihütte. Wir bestiegen die Cevedale 3769m, bevor wir über die Hintergrathütte zur Payerhütte weiter wanderten. Die Payerhütte war dann auch der Ausgangspunkt zur Gipfelbesteigung des Ortler 3905m. Nach dem Abstieg vom Ortler übernachteten wir am letzten Abend auf der Tabarettahütte und stiegen am letzten Tag wieder nach Sulden ab, wo unsere Tour endete.
Wir hatten sehr gute Witterungsverhältnisse bei unseren Gipfeltouren und konnten die wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Gipfel, wie auch die Dolomiten genießen. Mit anderen Worten, wir hatten die versprochene Traumwoche geboten bekommen. Aber nun alles der Reihe nach...

1. Tag: Aufstieg zur Düsseldorfer Hütte

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Wir trafen uns am Sonntagnachmittag in (1) Sulden 1900m am Bergsteigerbüro, wo wir unsere Bergführer kennen lernen konnten. Nach einer kurzen Einweisung bekamen wir die fehlende Ausrüstung für unsere Tour. So mussten Steigeisen, Klettergurt, Helm und Eispickel bei jedem Teilnehmer vorhanden sein. Das zusätzliche Gewicht war schon im Rucksack zu spüren. Mein Rucksack wurde schnell als zu schwer eingestuft und ich hatte einen Tag für meine Überlegungen Zeit, was ich auspacken könnte. Etwas Erfahrung hatte ich auf meinen Touren gesammelt und es fiel mir schon schwer, auf einige Sachen zu verzichten. Die Tour führte uns in das Hochgebirge und über Gletscher, wo man für alle Verhältnis gut ausgerüstet sein muss.
Dann ging es zum Kanzellift und wir stiegen mit dem Lift bis auf 2300m zur (2) Bergstation auf. Hier überraschte uns ein kalter Wind und während der Fahrt fing es auch noch an zu regnen. Schwer sich auf dem Lift umzuziehen. Die Fahrt kam einem bei diesem Wetterumschwung ewig vor. Oben angekommen wurden erst einmal die Regensachen herausgeholt und dann stand einem Aufstieg zur (3) Düsseldorfer Hütte 2721m nichts mehr entgegen. Dieser dauerte auch nicht lange und vor der Hütte konnten wir schon unser morgiges Ziel, den Großen Angelus, sehen.
Auf der Hütte angekommen wurden die Zimmer bezogen und schon gab es das Abendessen. Im Anschluss wurden die Seilschaften für die nächsten Tage festgelegt und die Touren abgestimmt. Die Bergführer hatten noch viele Fragen zu beantworten, denn jeder wollte wissen, was uns die nächsten Tage erwartete. Da der Wetterbericht nicht so gut aussah, wurde ein früher Aufstiegszeitpunkt festgelegt.

Bildergalerie:


  • 1) Sulden 1900m
  • 2) Bergstation 2300m
  • 3) Düsseldorfer Hütte 2721m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zur Schaubachhütte

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Am Morgen gingen wir nach einem reichhaltigen Frühstück gestärkt in Richtung des (2) Großen Angelus 3521m. Hinter der (1) Düsseldorfer Hütte 2721m querten wir zuerst durch ein großes Moränengelände zum Nord-West-Grat, über den die "Reinstadler Route" zum Großen Angelus verläuft. Über steiles Felsgelände, welches teilweise mit Drahtseilen gesichert war, stiegen wir bis unterhalb des Grates auf. Hier zogen wir Steigeisen an und gingen über den verschneiten Eispanzer des Gletschers in Richtung des Gipfels. Kurz vor dem Gipfel wechselten wir auf den etwas anspruchsvolleren Gipfelgrat, über den wir in östliche Richtung den Gipfel erreichten. Von hier hatten wir einen Blick auf die Bergwelt. Neben uns ragte imposant die Vertainspitze mit dem steilen Hängegletscher in die Höhe. Der Ortler befand sich zwar mit seinen Nachbarn in den Wolken, aber die Cevedale, unser nächstes Gipfelziel wurde sichtbar. Nach einer Pause gingen wir auf gleichem Weg zur Hütte zurück. An der Hütte angekommen machten wir eine Mittagspause. In dieser Zeit schlug das Wetter um und es begann stärker zu regnen.
Wir stiegen nach unserer Pause zur (3) Bergstation 2300m des Kanzelliftes ab und fuhren ins Tal nach Sulden 1900m. Jetzt hatte noch einmal jeder die Möglichkeit seinen Rucksack zu leeren und nicht benötigte Sachen auszupacken. Das tat dann wohl jeder. Am Ende des Tages fuhren wir mit der Seilbahn zur (4) Schaubachhütte 2581m, die unmittelbar neben der Bergstation steht. Das Wetter blieb instabil. Nach einem ausgiebigen Abendessen gingen wir dann in unsere komfortablen Betten.

Bildergalerie:


  • 1) Düsseldorfer Hütte 2721m
  • 2) Großen Angelus 3521m
  • 3) Bergstation 2300m
  • 4) Schaubachhütte 2581m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zur Casatihütte

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Leider hatte sich das Wetter nicht gebessert. Am Morgen hingen alle Gipfel tief verhüllt in den Wolken. Für heute war die (2) Suldenspitze 3376m unser erstes Ziel. Wir machten uns von der (1) Schaubachhütte 2581m als Ausgangspunkt auf dem Weg. Schnell hatten wir den Fuß des Gletschers erreicht. Hier legten wir unsere Ausrüstung an und bekamen noch einmal wertvolle Tipps zum gehen mit den Steigeisen. Weiterhin wurde das Sichern im Eis noch einmal ausprobiert. So konnte jeder einen einfachen Stand bauen und die Eigensicherung vornehmen. Dann ging es weiter in Richtung der Suldenspitze. Der Weg durch die vielen Gletscherspalten war in den dichten Wolken schwer zu finden. Und so gesellte sich eine Seilschaft nach der anderen zu unseren Bergführern um den sicheren Übergang zu finden. An der Spitze waren erste Hinweise aus dem Krieg sichtbar. Zu sehen waren Reste eines Aufzuges, einer Kanone und viel Stacheldraht. Beim Abstieg zur (3) Casatihütte 3269m führte der Weg durch alte ausgebaute Stellungen, in denen sogar noch alte Fernmeldekabel lagen und überall der Stacheldraht.
An der Hütte angekommen, bekamen wir unser Quartier zugeteilt. Für den Nachmittag wollten wir noch zu den drei Kanonen gehen. Diese waren Beutestücke der Österreicher im Krieg und wurden in Bergen stationiert.
Der Weg führte uns über den Gletscher, unterhalb der Ceverdale und der Zupallspitze auf eine kleine Anhöhe. Hier lagen die alten Kanonen in einigen Abständen. Eine Kanone hatte sogar noch eine Kartusche in ihrem Rohr. Kaum vorstellbar, was sich hier vor über 90 Jahren abgespielt hat. Unsere Bergführer starteten dann noch einen Wettkampf. Welcher Stein rutscht auf dem darunter liegenden Gletscher am weitesten. Man sollte nicht glauben, welche Entfernungen möglich sind.
Auf der Hütte gab es ein sehr gutes Abendessen. Allerdings sind die Preise beim Verzehr und für die Übernachtung recht hoch. Darauf sollte sich jeder Gast einstellen. Am Abend riss der Himmel auf und wir konnten bei einem kleinen Alpenglühen unser morgiges Ziel, die 3769m hohe Cerverdale, sehen.

Bildergalerie:


  • 1) Schaubachhütte 2581m
  • 2) Suldenspitze 3376m
  • 3) Casatihütte 3269m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Übergang zur Hintergrathütte

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Am frühen Morgen machten wir uns nach dem Frühstieg auf den Weg zum Gipfel. Gleich unterhalb der Hütte wurden die Steigeisen und die Gurte angelegt. Und ab ging es über den Gletscher in Richtung des Gipfels. Der Blick zurück auf dem Gletscher zeigte uns das erste Mal, wie schön die (1) Casatihütte 3269m gelegen ist. Hinter ihr stand die gewaltige Königsspitze mit dem benachbarten Ortler. Ein grandioser Anblick und so schaute man sich immer wieder um. Nach ca. einer Stunde erreichten wir den Fuß der (2) Cevedale 3769m. Ab hier ging es in das Steilstück und der Gipfel rückte immer näher. Diesen erreichten wir dann bald und konnten das überwältigende Panorama sehen. Der Blick reichte vom Ortlermassiv, den Ötztaler Alpen mit Weißkugel und Similaun, über die Brenta bis weit hinein in die Dolomiten. Der Langkofel, der Schlern, die Monterosa, der Sellastock, alles war am Horizont zu erkennen. Und das alles bei klarer Sicht. Beim Abstieg hatten wir dann das Panorama des Ortlermassives mit der immer näher kommenden Casatihütte vor uns. Vorbei ging es an einigen Gletscherspalten und bald waren wir wieder an der Hütte angelangt. Interessant waren dabei die vielen Bergsteiger, die ohne Gletscherausrüstung den Weg auf sich nahmen. Auf der Terrasse der Casatihütte saßen viele sonnenhungrige Gäste und genossen den Ausblick.
Nun ging es zurück zur Hütte, wo wir unsere Sachen wieder zusammenpackten und uns für den Übergang zur Hintergrathütte rüsteten. Der Weg führte uns zuerst zum (3) Eisjöchl 2900m. Hier kamen wir auch an den Resten der ehemaligen Hallischen Hütte vorbei. Diese muss einmal sehr schön gelegen haben, leider ist sie in frühen Jahren abgebrannt. Der Abstieg gestaltete sich auf dem losen Untergrund in dem steilen Gelände als recht schwierig. Die Bergführer wiesen immer wieder auf die Gefahren des Steinschlages hin. Auf dem Gletscher angekommen, konnten wir nun das erste Mal die gewaltige Suldenspitze sehen, die hoch über uns stand. Beim Aufstieg am Vortag hatten wir die Ausmaße in den Wolken nicht sehen können.
Wir gingen nun über die Gletscherzunge zur (4) Schaubachhütte 2581m. Mit der Seilbahn fuhren wir bis zur Mittelstation und stiegen von der Station zur (5) Hintergrathütte 2661m auf. Dieser Weg war etwas kürzer und führte nicht durch die vielen Geröllfelder, die am Fuße der Königsspitze abgelagert sind. Am Standort der alten Hintergrathütte machten wir eine kleine Pause und lauschten den Erzählungen der Bergführer. Diese Hütte war bei ihnen sehr beliebt.
An der Hintergrathütte konnten wir dann den bekannten Hintergrat sehen und den hoch über uns thronenden Ortler. Den Abend verbrachten wir in der sehr gemütlichen Hütte.

Bildergalerie:


  • 1) Casatihütte 3269m
  • 2) Ceverdale 3769m
  • 3) Eisjöchl 2900m
  • 4) Schaubachhütte 2581m
  • 5) Hintergrathütte 2661m
Abbildung Höhenprofil

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5. Tag: Übergang zur Payer Hütte

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Für den heutigen Tag war nur der Übergang zur (4) Payerhütte 3029m geplant, von der wir dann den Ortler besteigen wollten. Der Tag sollte auch zur Erholung dienen. Deshalb war keine Eile angesagt und viele Pausen auf den Hütten eingeplant. Der Weg führte uns leicht abfallend am Berg entlang zur (2) K2-Hütte 2330m. Unter uns lag der Ort Sulden in den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Die Hütte war nach ca. einer Stunde erreicht und wir ließen uns hier den ersten Espresso des Tages servieren. Nun machten wir uns an den Aufstieg zur (3) Tabarettahütte 2556m, die wir schnell über uns erkennen konnten. Der Weg führte uns durch viel Schotter unterhalb der Nordwand des Ortler. Darunter befand sich immer noch der Gletscher, der aber nicht mehr zu erkennen war. Dort waren an einem Felsen viele Gedenktafeln für verunglückte Bergsteiger angebracht. Wieder ein Beleg dafür, dass solche Touren nicht unterschätzt werden dürfen. Die Tabarettahütte war schnell bestiegen. Hier legten wir eine längere Mittagspause ein und konnten das Ortlermassiv mit seiner steilen Nordwand anschauen. Unterhalb der Tabarettaspitze führte ein Klettersteig zur Payerhütte. An den steilen Felsen konnten wir einige Kletterer erkennen, die den Aufstieg wagten.
Nach einer Pause machten wir uns nun auch auf den Weg. Dieser zog sich am Berg in Richtung Trafoi entlang, bevor wir in kurzen Kehren weiter zur Bärenkopfscharte aufstiegen. Wir liefen auf einem leicht ausgesetzten und durch Stahlseile gesicherten Weg zum so genannten Steinmandl. Dort zeigte einer unser Bergführer seine Kletterkünste, die von allen Wanderern bestaunt wurden. Auf der Payerhütte angekommen konnten wir nun den Ortler mit seinen überhängenden Gletschern bewundern. Kurz unterhalb des Gipfels war das große Gletscherauge zu erkennen. Von der Terrasse der Hütte sieht man das Stilfser Joch und die Ötztaler Alpen mit der herausragenden Weißkugel. Immer wieder versuchten wir unseren Aufstiegsweg zu erkennen und die Schwierigkeiten auszumachen.

Bildergalerie:


  • 1) Hintergrathütte 2661m
  • 2) K2-Hütte 2330m
  • 3) Tabarettahütte 2556m
  • 4) Payer Hütte 3029m
Abbildung Höhenprofil

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6. Tag: Besteigung des Ortler/ Abstieg zur Tabarettahütte

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Am Morgen wurde gegen 5 Uhr das Licht in der (1) Payer Hütte 3029m angeschaltet. Ein Zeichen dafür, dass das Frühstück gerichtet wird. Wir waren schon etwas eher aus den Betten gekrabbelt, wollten wir doch die ersten am Berg sein. Vor dem Frühstück wurde die gesamte Ausrüstung angelegt und die Rucksäcke fertig gemacht. So standen wir pünktlich beim Frühstück und um 5:15 Uhr waren alle für den Aufstieg fertig. Da es noch dunkel war, wurden die Stirnlampen über die Helme gezogen und los ging es.
Für den Aufstieg mussten wir zuerst den so genannten "Felsenweg", auf dem Grat um die Nordwestflanke der Tabarettaspitze, überqueren. Weiter stiegen wir über felsiges Gelände hoch bis zum "Wandl". Diese mit Versicherungen versehene Felspassage, war für uns der schwierigste Teil des gesamten Anstieges. Dann kamen wir an den Platz an dem die Steigeisen angelegt wurden. Wir querten nun die etwas steile Traverse am oberen Ende der "Eisrinne", wo im oberen Bereich vielen Gletscherspalten sichtbar sind. Sie führte uns über das "Bärenloch" bis zum Tschierfegg hinauf. Hier steht auf 3316 m das (2) Lombardi-Biwak. Die Passage dieses Abschnittes ist in den letzten Jahren durch den starken Gletscherrückgang immer schwieriger geworden und man muss, egal ob in Fels oder Eis, eine anspruchsvolle Rampe überwinden. Nach dem Tschierfegg folgte ein spaltenreiches Gelände und ein sehr steiler Hang bei ca. 35 Grad. Dann erreichten wir das Ortlerplateau. Von hieraus ging es nun mäßig ansteigend, um das so genannte "Ortlerauge" herum, weiter bis zum Gipfel des (3) Ortler auf 3905m hoch.
Die Aussicht war überwältigend. Erste Seilschaften hatten den Gipfel schon erreicht und der Grat füllte sich mit den "Gipfelstürmern". Wir saßen direkt über den Hintergrat und konnten auf die umliegenden Gipfel schauen. Die Königsspitze, der Zebru, die Cevedale, alle Gipfel zum greifen nahe. Im Hintergrund dann die Weißkugel, die uns die ganzen Tage weit sichtbar begleitet hatte. Nach einer längeren Pause und dem Gipfelfoto machten wir uns wieder an den Abstieg. Es kamen weitere Seilschaften auf den Gipfel. Wir gingen zuerst das Ortlerplateau hinunter und kamen schnell wieder in die steilen Stellen des Gletschers. Hinter der Traverse des Tschierfegg wurde bei einigen Seilschaften über die steilen Felswände abgeseilt. Wir aber wählten einen Weg nahe dem Felsen über das Eis des Gletschers. Nachdem wir unsere Steigeisen abgelegt hatten, mussten wir den "Felsenweg" zurück zur Payer Hütte. Durch den Bergführer gesichert und mit den entsprechenden Anweisungen war es aber leichter als wir dachten und so konnten wir schon gegen 11 Uhr die Payer Hütte aus der Nähe sehen. Auf der Hütte angekommen stießen wir auf unseren Erfolg an und machten eine Pause, bevor die Ausrüstung zusammen gepackt wurde. Dann ging es über die Bärenkopfscharte hinunter zur (4) Tabarettahütte 2551m. Auf der Brücke kurz vor der Scharte konnte sich jeder Bergsteiger mit dem Läuten der Glocke am Ortler abmelden.
Am Abend ließen wir unsere Hüttentour bei einem guten Essen noch einmal Revue passieren. Alle waren stolz auf die geglückte Besteigung. Mit diesem Gefühl ging es zeitig zu Bett, denn am nächsten Tag stand noch der Abstieg und die lange Heimreise an.

Bildergalerie:


  • 1) Payer Hütte 3029m
  • 2) Lombardi-Biwak 3316m
  • 3) Ortler 3905m
  • 4) Tabarettahütte 2556m
Abbildung Höhenprofil

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7. Tag: Abstieg nach Sulden

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Am Morgen hatte es zu regnen begonnen und so viel uns der Abschied nicht ganz so schwer. Der Ortler war tief eingehüllt von den Wolken. Ein letztes Mal hieß es den Rucksack packen und fertig machen zum Abstieg. Nach einem leckeren Frühstück starteten wir von der (1) Tabarettahütte 2551m in Richtung Tal.
Wir gingen den Abstiegsweg bis unterhalb der Ortler Nordwand und bogen dort in Richtung (2) Sulden 1900m ab. Da die Autos auf dem Parkplatz an der Seilbahn zur Schaubachhütte abgestellt waren, wechselten wir auf den Panoramaweg und liefen weiter zum Talende, wo wir an einer Brücke den Suldenbach überqueren konnten.
Mit dem Auto ging es dann zum Bergführerbüro. Alle mussten noch die ausgeliehene Ausrüstung abgeben. Jeder erhielt eine Urkunde für die Besteigung des Ortler als Erinnerung. Hier endete nun unsere Tour und jeder machte sich auf den langen Heimweg.

Mir hat die Tour sehr gefallen, auch wenn es sehr anstrengend beim Aufstieg zum Ortler war. Hier musste ein Klettersteig (Stufe 4) und eine steiler Anstieg auf den Gletschern in großer Höhe überwunden werden. Als Belohnung gab es dann den grandiosen Ausblick. Die Bergführer hatten die Tour so organisiert, dass wir langsam an den Schwierigkeitsgrad herangeführt wurden und uns an die Höhe gewöhnen konnten. So haben alle, gut von den Bergführern gesichert, die Tour mit dem Gipfelsieg abschließen können.

Bildergalerie:


  • 1) Tabarettahütte 3269m
  • 2) Sulden 3769m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Italien
  Italien / Südtirol
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Anreise

Die Anfahrt erfolgt über den Fernpass und von Landeck dann zum Reschenpass hinauffahren. Weiter in Richtung Meran bis nach Prad, wo Sulden und das Stilfser Joch ausgeschildert ist. In Gomagoi dann nach Sulden abbiegen.

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

Die Autos können auf den Parkplätzen in Sulden an den Bergbahnen kostenlos abgestellt werden.

Wetter
WetterOnline
Das Wetter für
Vinschgau
 
Mehr auf wetteronline.de

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Besteigung wird nur mit Bergführer empfohlen.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Zusätzliche Informationen finden Sie unter dem Link "Ausrüstung".

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.:   72
  • Kompasskarte Nr.: 072
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
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Letzte Aktualisierung: 04.10.2016 - 21:13


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