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Seetaler Alpen
(Lavantaler Höhenweg)

Tour O17: Juni 2022

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Die Seetaler Alpen sind ein Gebirgszug der Lavanttaler Alpen in Österreich. Sie liegen südlich der Mur, zwischen Scheifling und Zeltweg. Insgesamt befinden sich in dem Gebirge 14 Gipfel, deren Höhe die 2000er Marke überschreitet. Der höchste Gipfel ist der Zirbitzkogel mit 2396m. Der größte Teil des Gebirges befindet sich in der Steiermark, nur ab dem Klippitztörl wird im Bundesland Kärnten gewandert. Typisch für das Gebiet der Seetaler Alpen sind die vielen Seen, die größtenteils als Karseen entstanden sind und auch für den Namen der Alpen verantwortlich sind. Das Gebiet um den Zirbitzkogel wurde bereits 1966 zum Naturschutzgebiet erklärt. Ein Grund dafür waren die seltenden Mornellregenpfeifer, den wir bei unserer Wanderung immer wieder rufen hörten. Dieser stammt aus der subarktischen Zone am nördlichsten Rand Europas und Asiens und hat im Gebiet um den Zirbitz seinen Brutplatz. In diesem Gebiet finden die Vögel kurzrasige und ausgedehnte Almflächen, die für ihren Lebensraum sehr wichtig sind. Das Wandergbiet ist mit vielen Hütten durchsetzt, aber nicht alle boten eine Übernachtungsmöglichkeit. Deshalb mussten für Tour einge längere Tagesetappen eingeplant werden.
Die Tour startete an der Waldheimhütte. Von dort wanderten wir am Fuße des Zirbitzkogel bis zur Winterleitenhütte. Am zweiten Tag überschritten wir den Gipfel und übernachteten auf der Soanahütte. Die nächsten Tage führte uns die Wanderung auf dem Lavanttaler Höhenweg über den Gebirgsrücken. Dabei übernachteten wir auf dem Klippitztörlhaus und der Wolfsberger Hütte. Am letzten Tag stiegen wir zur Gießlhütte ab. Ein Taxi brachte uns zum Ausgangspunkt zurück.
Die Organisation der Tour war recht schwierig. Die Übernachtungsmöglichkeiten am zweiten Abend beschränken sich auf zwei Hütten. Die St. Martiner Hütte war in keinster Weise erreichbar. Die Stoanahütte akzeptierte eine frühe Reservierung nicht. Die Betreiber gehen wohl von einer geringen Belegung aus und planen eher mit kurzfristigen Anfragen. Am Ende hat es irgendwie gepasst. Mehr erfahren Sie in der folgenden Tourenbeschreibung.

1. Tag: Aufstieg zur Winterleitenhütte

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Wir kamen gegen Mittag auf der (1) Waldheimhütte 1613m an. Die Fahrzeuge stellten wir auf dem Parkplatz ab und bezahlten am Parkautomaten die Straßennutzungsgebühr von 2 EUR. Dafür konnten wir die Autos über die Dauer der Hüttentour dort parken. Schnell waren unsere Sachen gepackt. Der Weg führte hinter dem Parkplatz auf dem bewachsenen Hang sofort steil aufwärts. Nach 100 Höhenmeter bog er rechts in einen Wald ein und wurde flacher. Nun zogen immer mehr Wolken auf und es fing an zu regnen. Wir zogen die Regensachen an und gingen weiter. Dann kam die (2) Rothaidenhütte 1834m in Sicht. Bis zur Hütte gab es noch einmal einen kurzen Anstieg. Wir kehrten dort ein und wollten den Regen etwas abwarten. Die Hütte ist sehr rustikal eingerichtet. Der Herd wurde mit Holz geheizt. Auf dem Tresen standen Gläser mit angesetztem Schnaps, mit Marillen und Lärchennadeln. Leider konnten wir diesen nicht probieren, denn wir hatten noch ein längeres Wegstück vor uns. Hinter der Hütte mussten wir noch einmal über die Wiesen weiter hinaufsteigen. Dann führte er weiter in einem leichten auf und ab an den östlichen Hängen des Schlaferkogels entlang. Vorbei an der Rauschhütte erreichten wir dann den Alpengasthof (3) Sabathyhütte 1620m. Hier hatte ich uns per Mail zum Abendessen angekündigt, denn der Wirt der Übernachtungshütte hatte uns kurzfristig mitgeteilt, dass die Küche um 16:30 Uhr schließt. Bei der langen Anreise war das für uns nicht zu schaffen. Aber auch auf der Sabathyhütte sagte uns die Wirtin, dass die Mitarbeiter bei dem Regen nach Hause gefahren sind. Sie konnte sich aber von uns erweichen lassen, doch noch etwas zu kochen. Es gab eine große Spätzlepfanne, die allen sehr gut geschmeckt hat und satt machte. Bei der Verabschiedung gab uns die Wirtin sogar allen einen Zirbenschnaps aus.
Vorbei an der Herz-Jesukapelle wanderten wir nun weiter in Richtung des letzten Tageszieles. Die Kapelle wurde speziell für Hochzeiten dort aufgestellt. Der Weg führte nach einem kurzen Anstieg an den Hängen des Schlosserkogel entlang. An einigen Stellen war er etwas ausgesetzt und kleiner Abschnitte waren mit einem Geländer gesichert worden. Dann kamen wir am kleinen Winterleitensee an. Die (4) Winterleitenhütte 1800m spiegelte sich neben den gelb blühenden Blumen im Wasser. Ein sehr schönes Fotomotiv.
Das Gebiet um die Hütte wurde seit 1924 bereits als Truppenübungsplatz genutzt. Aber auch der Zirbitzkogel war ein sehr beliebtes Touristenziel. Der Obmann Lorenz Unterberger erwarb 1924die "Grubhoferhütte" am großen Winterleitensee und baute diesen unter großen Mühen um. Im Krieg wurde die Hütte aber enteignet und von unterschiedlichen Organisationen betrieben, bis sie nach dem Krieg wieder neu aufgebaut wurde. Wir bekamen zwei große Bettenlager zugewiesen und machten es uns darin gemütlich. Am Abend planten wir die Tour für den nächsten Tag und gingen dann zu Bett. Wir waren lange auf den Beinen und wollten am nächsten Tag den höchsten Gipfel der Seetaler Alpen besteigen.


  • 1) Waldheimhütte 1613m
  • 2) Rothaidenhütte 1834m
  • 3) Sabathyhütte 1620m
  • 4) Winterleitenhütte 1800m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zur Stoanahütte

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Die Nacht über hatte es geregnet. An den Bergen hingen die Wolken und es gab eine hohe Luftfeuchtigkeit. Für den Tag war eine recht kurze Etappe geplant, weil in erreichbarer Weite keine Hütten eine Übernachtung anboten. Telefonisch hatte nur die Stoanahütte eine Reservierung angenommen. Zum Frühstück gab es ein kleines Buffet. Wir stärkten uns und machten uns dann auf den Weg. Das Wetter war recht schlecht angesagt worden, aber wir hatten die Hoffnung, dass wir trocken unter der Wolkendecke durchkommen.
Von der (1) Winterleitenhütte 1800m wanderten wir die um den See herum. Wieder sahen wir die Hütte, wie sie sich im Wasser spiegelte. Vom Kleinen Winterleitensee ging es dann in einer kurzen steilen Passage zum (2) Großen Winterleitensee hinauf. Dieser lag etwas eingeschlossen zwischen den Bergen in einer Senke. Nun liefen wir weiter auf dem Schreibersteig in den Talkessel hinein. Am Ende bogen wir links ab und stiegen in die (3) Scharte 2200m am Schlaferkogel hinauf. Dort begann ein kleiner Abschnitt auf felsigem Untergrund, der uns hinauf zum Scharfen Eck führte. Über uns sahen wir eine Wetterstation, die Daten erfasst, die an die Station auf dem Hohen Sonnenblick übermittelt werden. Das Observatorium hatten wir auf unserer Tour in den Hohen Tauern besucht. Jetzt konnten wir bereits das (4) Zirbitzkogel-Schutzhaus 2376m erkennen. Der Weg führte auf fasst gleichbleibende Höhe unter dem Scharfen Eck herum. Zum Abschluss mussten wir noch einmal ein paar wenige Höhenmeter zum Gipfel des Zirbitzkogel hinaufsteigen. Das Wort Zirbitz stammt aus dem Slowenischen „Crevenica“ und bedeutet rot. Diese Bezeichnung soll auf die Farbe der Vegetation am Kogel anspielen, die bei der Blüte der vielen Alpenrosen mit intensiven rot und rosa Tönen weit sichtbar ist. Auf dem Gipfel gab es eine Granitplatte mit den Himmelsrichtungen zu den sichtbaren Gipfeln. Leider war die Sicht dafür nicht ausreichend. Aber einige der Gipfel hatten wir bereits bestiegen. Zu sehen waren unter anderem der Dachstein, der Hochschwab, Hochgolling und der Großglockner. Alle Gipfel hatten wir bereits in den Jahren davor bestiegen.
Am Schutzhaus legten wir eine Pause ein. Die Hütte war gut besucht. Wir bekamen nur draußen Platz. Zum Glück war der Himmel etwas aufgezogen und es blieb trocken. Vom Zirbitzkogel-Schutzhaus gingen wir dann über mehrere Serpertinen zum großen Boden bergab. Dann liefen wir weiter in südwestlicher Richtung über den begrünten Höhenrücken des Zirbitzkogels und der Lavantseehöhe zum (5) Fuchskogel 2214m. Auf der linken Seite des Gipfels steht ein Gipfelkreuz, zu dem wir hinaufstiegen. Von dort hatten wir einen guten Blick in das Lavanttal. Unter uns sahen wir den Wildsee und der Lavantsee. Dort entspringt der Fluss Lavant und fließt durch das Lanvanter Tal zur Mur. Nach einem kurzen Aufenthalt stiegen wir nun den Berg hinab. Über Wiesen führte der Weg hinunter zur Alm, auf der die (6) Stoana Hütte 1750m stand.
Die Hütte wird von zwei Schwestern betrieben. Leider hatte es ein Missverständnis gegeben. Die Frauen hatten auf eine Rückmeldung drei Tage vor unserem Eintreffen erwartet. Nun war nichts eingekauft worden. Es fanden sich aber noch ein paar Würste und ein paar Zutaten für eine kleine Nudelsuppe. Wir wurden satt und saßen vor der Hütte bei Sonnenschein und konnten uns ausruhen. Am Abend probierten wir die selbst angesetzten Schnäpse und ließen uns von der Wirtin die Herstellung des Zirbenschnapses erklären. Auf unseren Wegen hatten wir immer wieder die blauen Zapfen liegen sehen. Diese sind sehr wertvoll und die Ernte der Zapfen unterliegt in Kärnten sehr strengen Regularien. Am Abend bezogen wir unser Quartier in den Hütten. Es gab richtige Betten und wir konnten gut schlafen.


  • 1) Winterleitenhütte 1800m
  • 2) Großer Winterleitensee 1845m
  • 3) Scharte 2200m
  • 4) Zirbitzkogel-Schutzhaus 2376m
  • 5) Fuchskogel 2214
  • 6) Stoana Hütte 1750m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zum Klippitztörlhaus

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Endlich wurde das Wetter besser. Schon am Morgen schien die Sonne. Aber gegen 6 Uhr hatten sich vor unserer Hütte ein paar Kühe eingefunden und grasten die Weide ab. Dumm nur, dass sie alle Glocken um den Hals hatten. Damit war unsere Nachtruhe vorbei. Wir standen auf und packten die Rucksäcke. Vor der Hütte der Schwestern wurde das Frühstück eingedeckt. Am Morgen hatte ein Angehöriger der Familie noch einige Zutaten zur Hütte gebracht.
Für den Tag stand eine etwas längere Etappe an, weil wir am Vortag leider nicht so weit gekommen waren. Von der (1) Stoana Hütte 1750m wanderten wir hinauf zum Streitwiesenkreuz.Im Jahr 1480 hatte es an dieser Stelle Kämpfe mit brandschatzenden Türkenhorden gegeben. Leider waren sie in der Überzahl und besiegten die Bauern. Deshalb wird der Ort im Volksmund auch Blutwiese genannt. Vom Kreuz wanderten wir weiter zur (2) St. Martiner Hütte 1708m. Dabei querten wir die Landesgrenze zwischen der Steiermark und Kärnten. An der Hütte war aber niemand zu sehen. Sie ist ein Übernachtungspunkt auf dem Panoramaweg Südalpen. Ich konnte bei der Reservierung den Wirt selbst per Telefon nicht erreichen und auch das Fremdenverkehrsamt bekam keine Rückmeldung. Unser nächstes Ziel war nun die (3) Feldalmhütte 1757m. Der Weg stieg leicht zum Zöhrenkogel an und führte dann um den Berg herum zur Hütte. Dort wurden wir freundliche empfangen. Die Wirtin empfahl uns eine Spezialität der Region zum Kaffee. So bekam jeder einen Reindling. In anderen Regionen wird er auch Osterkringel genannt. Aber in Kärnten gibt es ihn das ganze Jahr, wo er auch als Beilage zur süß-sauren Kirchtagssuppe serviert wird. Traditionell wird er in einem Topf, auch Rein genannt, gebacken. Daher kommt auch der Name.
Nach der Pause machten wir uns auf den nächsten Tagesabschnitt. Wir stiegen wieder auf zum Lavanttaler Höhenweg auf und wanderten diesen auf dem Kamm in Richtung der Hohenwart weiter. Zuerst auf Wiesen, an denen entlang die Weidezäune standen. Später kamen wir in die Wälder, die uns im Schatten weiter nach Süden führten. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir das Skigebiet am Klippitztörl. Dort kehrten wir in die (4) Hohenwarthütte 1729m ein. Hier war schon ordentlich was los. Einige Wandergruppen machten dort Pause und der Hüttenwirt hatte bereits die Partymusik aufgelegt. Wir aßen in der Hütte eine Suppe. Es war noch früh am Tag. Geplant war, mit der Sommerrodelbahn hinunter in das Feriendorf zu fahren und von dort zur Übernachtungshütte aufzusteigen. Leider hatte die Sommerrodelbahn an diesem Tag noch zu. Das war Pech. Die Gruppe teilte sich und wanderte auf dem Höhenweg zum (6) Klippitztörlhaus 1644m weiter, welches sie in gut einer Stunde erreichten.
Ein kleiner Teil der Gruppe wanderte noch hinunter in den Ort und machten auf der (5) Seetalerhütte 1550m einen kurzen Zwischenstopp. Dann wanderten wir weiter auf Wegen neben der Straße hinauf zum Klippitztörl. Die Hütte liegt direkt an der stark befahrenen Straße in einer Kurve. Sehr beliebt ist die Straße bei Motorradfahrern. Große Alternativen zum Übernachten gab es auch an dieser Stelle auf dem Höhenweg nicht. Die Zimmer waren sehr gut und es gab auch eine Dusche. Am Abend konnten wir aus einer kleinen Karte Speisen auswählen. Ich entschied mich für einen Schweinebraten. Es kam eine riesengroße Portion, die echt nicht zu schaffen war. Ich weiß nicht, warum diese so angeboten werden. Auch hatten wir bei der Hüttenwirtin nicht das Gefühl, dass Wandergruppen des Alpenvereins hier willkommen waren. Eine Kommunikation fand nicht statt.


  • 1) Stoana Hütte 1750m
  • 2) St. Martiner Hütte 1708m
  • 3) Feldalmhütte 1757m
  • 4) Hohenwarthütte 1729m
  • 5) Seetalerhütte 1550m
  • 6) Klippitztörlhaus 1644m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Übergang zur Wolfsberger Hütte

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Für den 3. Tag waren einige Gipfel geplant, dieauf dem Lavanttaler Höhenweg lagen. Das Wetter war sehr sonnig und die Sicht sehr gut. In der Hütte gab es wieder ein sehr gutes Frühstück. Auf Wunsch wurden sogar Spiegeleier gebraten. Das ließen wir uns gut schmecken, bevor wir uns auf den Weg machten.
Am (1) Klippitztörlhaus 1644m liefen wir hinter der Hütte zur Straße hinauf und sahen dann auf der gegenüberliegenden Seite einen Parkplatz. An diesem führte der Weg an der linken Seite in den Wald hinein. Erst stieg der Weg stetig leicht an. Wir überquerten zweimal den Fahrweg und wanderten danach den steilen Anstieg zum (2) Geierkogel 1917m. Am Gipfel mussten wir feststellen, dass einige Wandergruppen unterwegs waren und den Lavanttaler Höhenweg oder die Geierkogelrunde liefen. Vom Gipfelkreuz hatten wir eine sehr gute Sicht bis zum Zirbitzkogel. Nach einer kurzen Pause wanderten wir dann weiter. Zuerst ging es hinunter in eine kleine Senke und gleich im Gegenanstieg wieder bergauf. In der Ferne konnten wir bereits den Gipfel des (3) Gertrusk 2044m erkennen. Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Wir liefen weiter auf dem Höhenweg bis wir an das Eisenkreuz am Abzweig zur Weissberghütte kamen. Von dort stiegen wir den kurzen, steilen Weg zum Gipfel hinauf. Am Gipfelkreuz war wenig Platz und die nächste Gruppe erreicht kurz nach uns den Gipfel. Also blieben ein paar schnelle Fotos und dann ging es weiter zum (4) Ladinger Spitz (Große Saualpe) 2079m. Der Ladinger Spitz ist mit 2079 m ü. A. die höchste Erhebung der aus Gneis und Glimmerschiefer bestehenden Saualpe. Die Saualpe ist ein Mittelgebirgszug zwischen dem Klippitztörl und Wolfsberg. Der Anstieg war recht flach. Am Gipfelkreuz gab es eine Metallplatte, auf der die sichtbaren Gipfel aufgezeichnet waren. Unter anderem sahen wir den Triglav und die Karawanken. Ein schönes Gefühl, denn wir hatten den Gipfel schon bestiegen.
Am Gipfel trennte sich die Gruppe wieder. Bis zu unserer Übernachtungshütte war es nur noch 1 Stunde zu gehen. Wir stiegen aber weiter auf der Saualpe und über den Sandkogel zur (5) Ladinger Hütte 1742m ab. Vom Sandkogel führte der Weg direkt an einem Weidezaun steil hinunter. Dann wanderten wir über eine Weide bis zur Hütte. Dort waren wir sehr willkommen. Es gab gekühlte Getränke aus dem Wassertrog und eine kleine Auswahl an Suppen. Von der Hütte hatten wir einen sehr guten Blick in das Lavanttal und nach Wolfsberg. Nach der Pause gingen wir um den Sandkogel herum zur (6) Offner Hütte 1673m. Der Weg führte durch das Unterholz und steil an den Bergausläufern entlang. Zum Glück war es trocken, denn bei Regen wäre es hier sehr rutschig geworden. Nach halber Strecke kamen wir dann auf eine Alm. Interessanterweise stand hier ein Warnschild vor Wölfen. Rund 100 Tafeln, sollen in den Wäldern im Lavanttal und auf der Saualm an Bäumen angebracht sein. Eine Auswertung der DNA ergab aber, dass es nur zwei Wölfe sind, die in der Gegen heimisch sind. Wir haben jedenfalls keine gesehen. Auf der Offner Hütte tranken wir etwas, denn es wurde immer heißer. Nun blieb noch der letzte Anstieg zur (7) Wolfsberger Hütte 1850m. Auch diesen schafften wir schnell und kamen am späten Nachmittag auf der Hütte an.
Auf der Hütte war eine ordentliche Stimmung. Es gab einen Junggesellinnenabschied mit Musik. Der Hüttenwirt empfing uns sehr freundlich. Wir genossen nach dem langen Tag die Aussicht über das Tal. Das Lager hatte genügend Platz und endlich gab es auch mal genügend Haken zum Aufhängen der Sachen. Am Abend wurde eine kleine Speisekarte angeboten. Es gab Suppen, Knödel und Schweinebraten. Alle wurden satt und dann bot uns er Wirt auch ein paar Schnäpse aus der Region an, die wir probierten. Er erzählte uns viel über den Bau und Betrieb der Hütte. Es ist immer wieder interessant, wie aufwändig der Betrieb einer solchen Hütte ist. Ein Teil der Gruppe wanderte am Abend noch zum Zingerle Kreuz und fotografierte den Sonnenuntergang über den Karawanken. Dann ging es auch schon zu Bett, denn am nächsten Tag hatten wir den Abstieg und eine lange Heimreise vor uns.


  • 1) Klippitztörlhaus 1644m
  • 2) Geierkogel 1917m
  • 3) Gertrusk 2044m
  • 4) Ladinger Spitz 2079m
  • 5) Ladinger Hütte 1742m
  • 6) Offner Hütte 1673m
  • 7) Wolfsberger Hütte 1850m
Abbildung Höhenprofil

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5. Tag: Abstieg zur Gießlhütte

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Der letzte Tag der Tour brach an. Es gibt einen kurzen Abstiegsweg, aber ich wollte noch einmal Hüttenstempel sammeln und hatte deshalb eine etwas größere Runde ausgewählt. Am Morgen gab es wieder ein kleines Buffet. Dazu gehörte auch eine ordentliche Pfanne mit Rührei. Alle wurden satt. Die Sonne schien und wir machten an der Hütte noch ein Gruppenfoto. Ein versöhnlicher Abschied vom Lavanttaler Höhenweg.
Von der (1) Wolfsberger Hütte 1850m wanderten wir weiter nach Süden über eine Wiese zum Waldrand. Der Weg fiel schnell ab. Vor dem Wald überquerten wir einen kleinen Bach. Dann blieben wir auf gleicher Höhe und standen bald oberhalb der (2) Pöllinger Hütte 1650m. Sie ist ebenfalls ein Übernachtungspunkt auf dem Panoramaweg Südalpen. Sie hat eine sehr schöne Lage. Die Hüttenwirtin war neu und richtete den Biergarten für die Tagesgäste her. Wir mussten leider weiter absteigen, denn das Taxi war bereits bestellt. Das nächste Ziel war die (3) Reisberger Hütte 1472m. Zu dieser stiegen wir in einer halben Stunde den Berg steil hinunter. An der Hütte gab es neben einem Schweinegehege auf viel Holzschnitzereien. Auf einem Fahrweg wanderten wir nun weiter zur Alpenrosenhütte, die aber schon seit einigen Jahren geschlossen war. Von dort querten wir unterhalb der Offner Hütte durch einen Wald bis wir zur (4) Zechhütte 1512m kamen. Diese ist gleichzeitig Startpunkt für Wanderungen und besitzt einen größeren Parkplatz. Jetzt mussten wir auf der Straße weiter wandern. Nach ca. 20 Minuten fanden wir einen Weg neben der Straße, der auch gleichzeitig einige Kurven abkürzte. Noch einmal überquerten wir einen größeren Parkplatz und kamen dann an der (5) Gießlhütte 1350m an. Dort war viel Betrieb. Eine Hochzeitsgesellschaft feierte im Außenbereich. Unser Taxi stand bereit und brachte uns zurück zur Waldheimhütte.
Die Tour war als Eingehtour für unsere Sommertouren gedacht und erfüllte dafür alle Kriterien. Die Landschaft ist sehr schön. Bei gutem Wetter kann man von den vielen Gipfeln die Ausblicke genießen. Lediglich die Atmosphäre auf den Naturfreundehäusern war etwas, was wir so noch nicht erlebt hatten. Es gab auf der Winterleitenhütte kein Abendessen, auch auf die Buchungsanfragen wurde zum Teil nicht geantwortet. Die Buchung der zweiten Übernachtung war recht schwierig und irgendwie hatte man mit unserem Kommen nicht gerechnet. Erst auf der Wolfsberger Hütte war die Stimmung gut und der Hüttenwirt freute sich über unseren Besuch.


  • 1) Wolfsberger Hütte 1850m
  • 2) Pöllinger Hütte 1650m
  • 3) Reisberger Hütte 1472m
  • 4) Zechhütte 1512m
  • 5) Gießlhütte 1350m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Österreich
  Österreich / Steiermark
Fernwanderwege
Tourencharakter
  Logo für Schwierigkeit der Tour   Hochtour / mittel


Informationen zur Einstufung:
  • Aufstieg zum Zirbitzkogel führt über einen kurzen Grat
  • Lange Abschnitte am dritten und vierten Tag, die eine gute Kondition verlangen. gute
Weitere Informationen unter dem Link "Zeichenerklärung".
 
Anreise

Die Anreise erfolgte auf der A9 über Hof und weiter auf der A93 nach Regensburg. Dort wechselten wir auf die A3 nach Passau und fuhren bis zur Grenze. In Österreich folgten wir weiter der A8 bis zum Knoten Voralpenkreuz und fuhren weiter auf der A9 in Richtung Graz. Am Autobahnkreuz St.Michael verließen wir die A9 und fuhren auf der S6 in Richtung Klagenfurt. Bei Ausfahrt Zeltweg West fuhren wir weiter auf der B78 in Richtung Wolfsberg/Obdach. Auf der Obdacher Höhe sahen wir ein grünes Hinweisschild nach St. Anna und der Waldheimhütte. Wir folgten dieser Ausschilderung und erreichten nach 10 Km die Hütte.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

Die Fahrzeuge stellten wir auf dem Parkplatz ab und bezahlten am Parkautomaten die Straßennutzungsgebühr von 2 EUR. Dafür konnten wir die Autos über die Dauer der Hüttentour dort parken.

   Kosten für Maut

Bei der Befahrung der Autobahn in Österreich wird eine Vignette benötigt. Zusätzlich wird eine Maut am Bosrucktunnel erhoben.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

▷ Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten

  • Kompasskarte:  219
  • Kompasskarte:  218
Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Die Hütten können zum Teil nur telefonisch kontaktiert werden.

Wetter
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
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Letzte Aktualisierung: 08.07.2022 - 15:21


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