Springe direkt zu: Inhalt, Servicemenue, Hauptmenue

Kopf
Inhalt

Skitour auf der Peer Gynt Loipe

Tour NO7: Februar 2026

Logo für Wanderer70km Logo für Uhrzeit5 Tage Logo für Höhenmeter - Aufstieg2411hm


 


Wir hatten bereits vor einigen Jahren eine Skitour auf der Jotunheimen-Loipe unternommen. Nun waren wir auf der Suche nach einer neuen Tour. Dabei bin ich auf die Peer Gynt Loipe gestoßen, die durch das sogenannte „Reich des Peer Gynt“ auf der Westseite des Gudbrandsdalen verläuft. Dieses ist mit 320 km das längste Tal Norwegens und erstreckt sich von Lillehammer bis Bryggja an der Westküste. Die Peer Gynt Region zieht sich von Skeikampen im Süden bis Skåbu. Im Osten der Region liegt der Skiort Kvitfjell, im Westen begrenzt das Espedalen die Gebirgsregion. Bei der Anreise zu unserem Startpunkt in Espedalen passierten wir tatsächlich das Dorf Sødorp bei Vinstra, welches das höchstgelegene Dorf Norwegens ist. Sødorp war einst die Heimat des echten Peer Gynt. Dieselbe Figur, die Henrik Ibsen inspirierte, als er sein weltberühmtes Meisterwerk schrieb.
Der eigentliche Peer Gynt Wanderweg ist 70 km lang und führt von Espedalen bis nach Skeikampen. Die Langlaufloipe führt entlang der abgelegenen Peer-Gynt-Bergstraße, welche über 100km durch wunderschöne Landschaften und auf einer Höhe zwischen 700m und 1500m verläuft. Die durchschnittliche Höhe liegt bei etwa 900m, sodass die Schneesicherheit sehr hoch ist. Die Loipe ist sehr gut markiert und wird während der Saison fast täglich präpariert und damit gut mit normalen klassischen Langlaufskiern zu bewältigen. Die Peer Gynt Loipe verbindet die Region zwischen Espedalen, Fefor und Gålå bis nach Fagerhøi und weiter nach Skei oder Kvitfjell. Entlang der Loipe liegen regelmäßig Hotels, Fjellstuen und Berggasthöfe, die Übernachtung und Verpflegung anbieten. In der Regel sind diese direkt an die Spur angeschlossen oder liegen in unmittelbarer Nähe. Ich habe für uns eine Variante herausgesucht, die von Espedalen nach Skeikampen führte. Auf den Tagesetappen liefen wir durch gebirgiges Gelände und hatten immer wieder sehr schöne Aussichten auf den Jotunheimen Nationalpark im Westen und das Rondane im Osten.
Wir reisten am späten Abend vor der Tour von Berlin nach Oslo an und übernachteten im Gardermoen Hotel B&B, welches einen Flughafentransfer anbietet. Somit konnten wir am Flughafen übernachten und am nächsten Tag die Anreise mit der Bahn fortsetzen.

1. Tag: Übergang zum Dalseter Fjellhotell

Logo für Wanderer9,4km Logo für Uhrzeit3,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg279hm Logo für Höhenmeter - Abstieg113hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Vom Hotel brachte uns das Shuttle nach dem Frühstück zurück zum Flughafen. Von dort nahen wir den Zug nach Trondheim und fuhren mit diesem nach Vinstra. In Vinstra holte uns ein Taxi vom Bahnhof ab und fuhr mit uns nach Espedalen. Wir hatten uns entschieden am ersten Tag eine Einstiegstour zur Ruten Fjellstue über Veslevollen zu gehen. Dies ist eine eher kurze, aber landschaftlich sehr schöne Tagestour auf der Peer-Gynt-Loipe im Espedalen. An der (1) Espedalen Fjellstue 724m stiegen wir aus dem Taxi aus. Die Fahrt dauerte etwa 50 Minuten. Eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es hier im Winter nicht. Leider war das Restaurant in der Espedalen Fjellstue geschlossen. Also zogen wir die Ski an und machten uns auf den Weg. Aber zuerst liefen wir noch eine kleine Schleife zur (2) Espedalen Fjellkirk 720m, die auf einer kleinen Halbinsel im Espedalenvatnet steht. Die Kirche wurde 1974 eingeweiht und erinnert architektonisch an alte norwegische Stabkirchen. Der angrenzende Friedhof Gravholmen ist schon seit dem frühen 19. Jahrhundert in Benutzung und stammt aus der Zeit des Nickelbergbaus, der in der Region betrieben wurde. Erreichbar ist der Friedhof über eine lange Holzbrücke und gilt als einer der ungewöhnlichsten in Norwegen.
Zurück an der Fjellstue stiegen wir in die Loipe nach Dalseter ein. Die Loipe führt durch ein Tal mit Kiefernwäldern und entlang des Breisjøen nach Norden zum offenen Fjell. Bei (3) Veslevollen 730m wechselte die Landschaft von dichterem Wald zu offeneren Passagen mit Birken, Mooren und freien Flächen. Hinter dem See begann der Aufstieg nach Dalseter. Neben der Abfahrtspiste stiegen wir 130 Höhenmeter zur (4) Ruten Fjellstue 855m auf. Die Ruten Fjellstue liegt im oberen Espedalen direkt an der Straße 255, dem Espedalsvegen. Früher stand hier ein Almhaus, welches aus dem frühen 19. Jahrhundert stammte und als Teil eines Bergbauernhofs genutzt wurde. Als Berghütte nimmt Ruten seit 1939 Gäste auf und gehört damit zu den traditionsreichen Touristenunterkünften im Gudbrandsdalen-Gebiet. Leider konnten wir hier nicht übernachten, weil die Fjellstue im Winter einen Mindestaufenthalt von 7 Tagen vorschreibt.
Wir machten es uns in der Lodge bequem. Die Hüttenwirtin bot uns das Kuchenbuffet an, an dem wir uns bedienen konnten und auch einen Kaffee bekamen. Wir machten es uns bequem und ruhten uns aus. Von der Hütte hatten wir einen schönen Blick in Richtung des Langsua-Nationalpark, Sikkilsdalen und Jotunheimen. Aber wir mussten noch weiter. Also schnallten wir noch einmal die Ski unter. Um nicht an der Straße langlaufen zu müssen, wählten wir die Loipe bergauf aus und stiegen noch etwas weiter bis zu den Häusern von (5) Øvre Dalseter 931m auf. Von dort gab es noch eine kurze Abfahrt bis zum (6) Dalseter Fjellhotell 876m. Vor dem Eingang brachten wir die Skier erst einmal in den Skistall und meldeten uns im Hotel an. Die Loggia war riesig und bot einen weiten Blick über das Tal. Wir tranken noch etwas und bezogen dann unsere Zimmer. Das Hotel hat ein großes Schwimmbad und natürlich eine Sauna. Also zogen wir unsere Badehosen an und gingen in den SPA-Bereich.
Am Abend gab es dann ein 3-Gang-Menü im Restaurant. Neben einer Suppe, dem Hauptgericht und dem Dessert, gab es auch noch ein Salatbuffet. Nach dem Essen gingen wir zurück in Lounge und fanden einen Platz am modern gestalteten Kamin. Ein langer Tag ging zu Ende. Am nächsten Tag hatten wir die längste Etappe der Tour vor uns, deshalb blieben wir nicht mehr allzu lange am Feuer sitzen.


  • 1) Espedalen Fjellstue 724m
  • 2) Espedalen Fjellkirk 720m
  • 3) Veslevollen 730m
  • 4) Ruten Fjellstue 855m
  • 5) Øvre Dalseter 931m
  • 6) Dalseter Fjellhotell 876m
Abbildung Höhenprofil

Beschriftung - nach Oben

2. Tag: Übergang zum Fefor Høifjellshotel

Logo für Wanderer17,8km Logo für Uhrzeit5,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg330hm Logo für Höhenmeter - Abstieg286hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Über Nacht waren die Temperaturen ordentlich gesunken. Am Morgen schien die Sonne und wir machten erst einmal Fotos von der sehr schönen Landschaft, die sich uns nun hier bot. Der Blick ging nach Süden über das weite Espedalen Tal mit den zugefrorenen Flussläufen und Seen. Dahinter zogen sich bewaldete Hänge bis zu der markanten Gipfelsilhouetten des Jotunheimen Gebirges hinauf. An klaren Tagen kann man von hier den höchsten Gipfel Norwegens, den Galdhøpiggen sehen. Wir frühstückten in Ruhe und packten uns ein kleines Lunchpaket, denn die Etappe sollte heute etwas länger werden und leider gab es kein Kaffee für eine Pause an der Loipe.

Panoramabild vergrößern

Nachdem wir unsere Skier aus dem „Skistall“ herausgeholt hatten, machten wir uns für die Tour fertig. Gleich am (1) Dalseter Fjellhotell 876m begann der Peer Gynt Vegen. Auf diesem stiegen wir zuerst bis in zu den Gebäuden des Øvre Dalseter auf. Hinter dem Ort bog die Loipe nach links ab und wir folgten dem sanften Anstieg in das Hattdal-Tal. Rechts neben uns sahen wir die Gipfel den Ruten und des Gråurda, die gleichzeitig die beiden höchsten Berge in diesem Gebiet sind. Nach der Umrundung erreichten wir flacheres Gelände und den Ort (2) Hattdalsetrin 962m, der aus einigen Ferienhäusern besteht. Noch einmal gab es einen kurzen Anstieg und danach ein leicht zu befahrener Abstieg mit Blick auf die fernen Rondane-Berge. Wieder öffnete sich das Gelände und wir kamen in den kleinen Ort (3) Lomstrin 820m. Die Loipe führte um den Ort herum. Wir machten hier eine kurze Pause. An der nächsten Wegkreuzung kamen wir auf eine neu gezogene Loipe. Gleich lief es sich leichter. Der Weg führte nun weiter wellig durch Kiefernwälder bis zum Ortsrand von Fefor. Dabei hatten wir einen schönen Blick auf das Rutenfjell und den zugefrorenen Feforvatnet. Der letzte Abschnitt des Weges führt an einer Reihe alter Bauernhöfe vorbei, bevor wir nach einem letzten etwas steileren Anstieg das historische (4) Fefor Høifjellshotel 935m erreichten.
Nach unserer Ankunft konnten wir uns an einem Kaffeebuffet bedienen, welches auch eine Tagessuppe beinhaltete. Wir ruhten uns in der Lounge aus und genossen den weiten Blick aus den großen Fenstern. Danach bezogen wir die Zimmer und gingen in das Schwimmbad, welches im hinteren Teil des großen Gebäudes lag. Dort gab es eine Sauna, in der wir uns entspannten. Vor dem Abendessen spielt eine Steichquartett einige klassische Stücke. Im Anschluss gab es in großartiges Buffet, an dem jeder etwas für seinen Geschmack finden konnte. Unter anderem gab es geräucherten Lachs und Rentiergulasch, welches wir natürlich probierten. Danach machten wir es uns Kaminfeuer in der Lounge bequem und planten die Route für den nächsten Tag.


  • 1) Dalseter Fjellhotell 876m
  • 2) Hattdalsetrin 962m
  • 3) Lomstrin 820m
  • 4) Fefor Høifjellshotel 935m
Abbildung Höhenprofil

Beschriftung - nach Oben

3. Tag: Übergang zum Gålå Høgfjellshotell

Logo für Wanderer14,3km Logo für Uhrzeit4,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg281hm Logo für Höhenmeter - Abstieg295hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Am Morgen gab es noch einen schönen Sonnenaufgang, aber dann zog das Wetter wieder zu. Wir genossen das Frühstück am Speisesaal und probierten des große Angebot. Da wir auf etwas mehr als der Hälfte der Strecke ein Kaffee an der Loipe hatten, packten wir nur wenig Proviant ein. Dann machten wir uns schon auf den Weg. Am (1) Fefor Høifjellshotel 935m stiegen wir in die Loipe ein. Gleich hinter der kleinen Ski-Arena begann der erste Anstieg des Tages. Aber gleich den ersten Abzweig verpassten wir, weil wir noch einmal Fotos vom See machten. Von der Loipe hatten wir noch einmal einen sehr schönen Blick über den den zugefrorenen Feforvatnet und dem Ruten, den am Tag zufor umrundet hatten.

Panoramabild vergrößern

Hinter dem Abzweig tauchte der Weg in einen Kiefernwald ein und schlängelt sich begleitet von mehreren Abfahrten talabwärts. Nach einer halben Stunde wird eine Straße gequert. Eine weitere halbe Stunde später stießen wir auf das Loipennetz von Gålå, welches um den Gålåvatnet herumführt. Etwas später erreichten wir den kleinen Ort (2) Sygard Brynsætra 810m. Nun führte der Weg durch einen Wald hinüber zum Gålå Alpincenter. Dort gibt es eine Abfahrtspiste vom Vallsjjellet, zu dem ein Lift hinaufführt. Direkt hinter der Liftstation gibt es ein kleines (3) Fjellkafe 790m. Dort kehrten wir ein. Es gab neben den warmen Getränken Waffeln und Kuchen, aber auch Burger wurden von den Skifahrern viel bestellt.
Direkt am See befindet sich das Peer Gynt Teater på Gålå. Jeden August findet in der Freiluftarena eine Aufführung von Henrik Ibsens „Peer Gynt“ mit Musik von Edvard Grieg statt, dessen Wohnsitz in Bergen wir bereits bei unserer Tour in den Hardangervidda Nationalpark besucht haben.
Vom Alpincenter führt ein Lift zum Ort hinauf. Wir aber wollten weiter in der Loipe gehen. Diese führt weiter in das Valsfjell-Dalen hinein. Die Loipe machten einen größeren Bogen und stieg dann steiler werden unterhalb des Blåbærfjellet an. Der Gipfel ist mit einem Funkturm besetzt, der uns als Orientierungspunkt half. Durch einige Hütten laufend stiegen wir stetig bergan und querten dann die Pisten des Skigebietes. Bald sahen wir den Ort Gålå, zu dem es nun hinüber ging. Am Ortseingabg gibt es das große Hotel Waldahl, welches leider nicht mehr bewirtschaftet wird. Oberhalb des Hotels gibt es das Kaffee (4) Røsslyngstua 900m. Wir entschieden uns aber weiterzugehen, weil es langsam auch dunkler wurde. Zu unserer Unterkunft liefen wir weiter in den Ort hinein, fanden aber nicht den Weg. So mussten wir etwas auf der Straße laufen und bogen dann an einer Liftstation nach rechts ab. Auf der Straße weiter gehend erreichten wir dann das (4) Gålå Høgfjellshotell 912m.
In Gålå angekommen, checkten wir in das Høgfjellshotell ein. Dieses blickt auf eine über 130-jährige Geschichte zurück. Der Panoramablick aus dem Restaurant reichte auch hier über den zugefrorenen Gålåvatnet bis nach Jotuneheimen. Nach unserer Ankunft gab es in der Lobby ein Bier aus der Brauerei Lom. In dem Ort übernachteten wir ein Jahr zuvor auf unserer Tour in das Hurrungane Gebirge. Wir ruhten uns aus und bezogen dann die Zimmer. Das Hotel verfügt über insgesamt 42 Zimmer in verschiedenen Kategorien. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad mit Badewanne oder Dusche. Danach ging es in die Sauna zum Entspannen. Am Ende des Kellerganges gab es eine Tür nach draußen in den Schnee.
Am Abend gingen wir in das hauseigene Restaurant. Angeboten wurde ein 4-Gang-Menü mit lokalen und norwegischen Produkten, welches uns sehr schmeckte. Der frische Fisch kam nicht aus dem zugefrorenen Gålåvatnet aber das hatten wir auch nicht erwartet. Als Vorspeise gab es eine Suppe mit Lammfleisch vom eigenen Hof. Am Abend saßen wir am Kamin und der Hotelwirt servierte uns einen Aquavit. Dabei erzählte er uns, dass dieser in Norwegen eigentlich nur an Weihnachten und dann auch ungekühlt getrunken wird. Wir probierten ihn trotzdem.


  • 1) Fefor Høifjellshotel 935m
  • 2) Sygard Brynsætra 810m
  • 3) Gålå Fjellkafe 790m
  • 4) Røsslyngstua 900m
  • 5) Gålå Høgfjellshotell 912m
Abbildung Höhenprofil

Beschriftung - nach Oben

4. Tag: Übergang zur Fagerhøy Fjellstue

Logo für Wanderer14,6km Logo für Uhrzeit4,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg209hm Logo für Höhenmeter - Abstieg384hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Es war recht schwierig für die Etappe nach Fagerhøy eine Unterkunft zu finden. Wir hatten Glück, dass wir Zimmer in einem Schullandheim bekommen konnten. Da wir in den norwegischen Ferien unterwegs waren, hatte dieses geöffnet. Aber wir bekamen dort kein Abendessen. Deshalb mussten wir, bevor wir auf die Etappe des Tages starteten, zuerst etwas Verpflegung für den Abend einkaufen. Da das Schullandheim am Tage ein Café betreibt, konnten wir uns für den Abend noch Getränke dort kaufen und mussten diese nicht auf der Tour tragen. In Gålå befand sich der Joker-Supermarkt in unmittelbarer Nähe des (1) Gålå Høgfjellshotell 912m. Er bot eine große Auswahl an Lebensmitteln und Spezialitäten an. Nach dem Einkauf gingen wir weiter den Berg hinauf zur Røsslyngstua. Dort starteten alle Loipen. Ein großes Hinweisschild zeigte alle Loipen und deren farbliche Kennzeichnung an. Interessant waren die bunten Markierungsstangen am Wegrand, an denen wir uns nun orientieren konnten. Vom Startpunkt stiegen wir auf die Hochebene hinauf. Anschließend folgten wir der Route auf einem Bergbauernweg durch abwechslungsreiche Landschaft in nordwestliche Richtung zum (2) Vesla Jetningen (Jetningen-See) 929m. Weiter fuhren wir in der Loipe in Richtung Bjørkåsen und weiter bis zur (3) Lauvåsen Fjellstue 964m. Die 300 Jahre alte Hütte beinhaltet eine Cafeteria, welche aber nur im Winter in den Ferien geöffnet ist. Die Lauvåsen Fjellstue ist eine traditionsreiche Berghütte an der Peer-Gynt-Straße in Gudbrandsdalen, mit einem schönen Blick auf das Rondane und nach Jotunheimen. Sie war ursprünglich ein Sanatorium aus dem späten 19. Jahrhundert und wird heute als gemütliche Fjellstue genutzt. Wir machten hier eine Pause und bestellten uns eine Tagessuppe.
Dann machten wir uns wieder auf den Weg. Es war in der kurzen Zeit noch einmal kälter geworden und auch der Wind nahm an Stärke zu. Vor der Hütte gab es ein paar Strohballen vor denen eine Feuerstelle aufgestellt wurde. Dies hatten wir auch schon in Gålå beobachtet. Wir gingen nun weiter bergauf und überquerten den (4) Kantliknappen 1050m, der trotz seiner geringen Höhe bei guter Sicht einen spektakulären Panoramablick auf Gebiete wie Jotunheimen und Rondane bietet. In der Nähe von Kantlia bog die Loipe nach Süden ab und führte uns in Richtung nach Fagerhøy. Vor dem Ort wurde der Wind noch stärker und der letzte Anstieg forderte die letzten Reserven des Tages. Auf der (5) Fagerhøy Fjellstue 965m hofften wir einen Kaffee trinken zu können und vielleicht eine Waffel zu essen. Aber leider war der Wirt mit einer großen Schulklasse beschäftigt, die am Abend noch abreiste. Aber konnten bereits in unser Quartier einchecken.
Wir bekamen in einer Hütte in unmittelbarer Nähe der Fjellstue ein großes Appartement in einer Hütte. Dieses hatte verfügte über vier Schlafzimmer mit 12 Betten. Außerdem gab es genügend Duschen und WC's, eine Küche und ein großes Wohnzimmer. Wir heizten den Ofen an und genossen die Dusche, um wieder warmzuwerden. Dann machten wir es uns bequem und ruhten uns etwas aus.
Am Abend wurde gemeinsam gekocht. Natürlich gab es kein großes Menü, aber wir hatten genügend Nudeln gekauft, von denen alle satt wurden. Draußen wurde der Sturm immer stärker. Wir waren froh, dass wir im Warmen sitzen konnten und hofften, dass das Wetter am nächsten Tag wieder besser wird.


  • 1) Gålå Høgfjellshotell 912m
  • 2) Vesla Jetningen 929m
  • 3) Lauvåsen Fjellstue 964m
  • 4) Kantliknappen 1050m
  • 5) Fagerhøy Fjellstue 965m
Abbildung Höhenprofil

Beschriftung - nach Oben

5. Tag: Rundtour zur Gjendesheim Turisthytte

Logo für Wanderer14,0km Logo für Uhrzeit3,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg95hm Logo für Höhenmeter - Abstieg384hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Wir hatten wirklich gut geschlafen. Die Zimmer waren am Abend auch noch warm geworden. Mit einer Fußbodenheizung dauert es etwas länger. Im Hauptgebäude bekamen wir ein kleines Frühstück und konnten uns auch ein Lunchpaket packen. Die Sonne schien und zum Glück war es wieder windstill. Wir räumten die Hütte auf und machten uns auf den Weg. Gleich neben der (1) Fagerhøy Fjellstue 965m gab es einen kleinen Hang mit Lift, an dem wir herunterfuhren. Am Ende querten wir ein Feld in östliche Richtung. Von dort erreichten wir nach 10 Minuten den Peer Gyntvegen, auf dem die Loipe nach Skeikampen gespurt wurde. Die Loipe war durch den Wind des vortages etwas zugeweht worden und half nicht wirklich beim Fahren. Aber an der Wegkreuzung auf Höhe des Larvehetjønnen kam uns eine Pistenraupe entgegen, die den Weg neu spurte. Danach kamen wir viel besser voran. Zuerst stieg die Loipe weiter an und erreichte kurz vor dem Steinknappen den höchsten Punkt des Tages. Weiter machten wir einen Bogen vorbei am Dørdalsknappen, der nach Osten stark abfallende Felswände aufweist. Hinter dem Berg hatten wir dann einen sehr schönen Blick in das Dørdalen. Nun ging es erst einmal bis nach Søre Berge bergab. Aber zu früh gefreut. Noch einmal mussten wir einen kurzen Anstieg bewältigen. Hinter der nächsten Abfahrt gab es eine (2) Weggabelung am Grasdalsvatnet 979m, an der einige Skifahrer den Weg in Richtung des Hochplateaus am Tålåberget nahmen. Etwa 2 Kilometer weiter gab es die nächste Wegkreuzung am (3) Fyksetervegen 985m, wo weitere Loipen ausgeschildert waren. Immer mehr Skifahrer waren in der Loipe. Rechts neben uns sahen wir die große Talsenke mit dem Nisjuvatnet. Hinter dem See begann dann die lange Abfahrt in den Skiort Skeikampen. Auf 1,5 Kilometer fuhren wir die Strecke hinunter bis zum Parkplatz am Peer Gyntvegen. Dort wechselten wir die Loipe auf der rechten Seite der Straße und fuhren diese weiter bis zum nächsten rechten Biegung. Dort gab es einen Ausstieg und einen Übergang über die Straße zur (4) Skeistua 822m.
Die Skeistua ist eine traditionsreiche Seterkafé in Skeikampen, Gausdal, die als nostalgische Gaststätte inmitten des Skigebiets bekannt ist. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1850 und ist ein originales norwegisches Blockhaus, das mit rustikaler Einrichtung, Antiquitäten und historischen Fotos dekoriert ist. Darunter befinden sich auch Schwarzweißbilder von König Harald V. als Kind beim Skifahren. Ursprünglich wurde sie als traditionelle Seterhütte für den Sommerweidebetrieb im Hochfjell genutzt. Angeboten werden norwegische Gerichte wie Rømmegrøt (Rahmgrütze), Waffeln und Spekemat. Bei Spekemat handelt es sich um geräucherten Schinken, der als deftiger Snack oder Platte mit Käse, eingelegtem Gemüse und Brot serviert wird. Sie ist ein Highlight für Skitouren von Fagerhøy aus. Die Sonnenterrasse lädt zum Verweilen ein und auch wir griffen uns ein paar Felle und machten es uns auf den Bänken bequem. Wir probierten die Tagessuppe und schauten dem bunten Treiben an der Hütte zu.
Nach der Pause führen wir in der Loipe weiter in den Ort hinein, die direkt an den Liften endete. Von der Talstation führt eine Achtersesselbahn mit Abdeckhauben auf den Gipfel Skeikampen, der mit 1123m eine der höchsten Erhebungen in der Region ist. Insgesamt gibt es neun Lifte und 21 km Abfahrten im Skigebiet, welches zu den schönsten in Norwegen zählt. Hinter der Talstation begann die Loipe neu und führte zwischen den Hotels weiter in den Ort hinein. Bald sahen wir das (5) Thon Hotel Skeikampen 778m und stiegen aus der Loipe aus. In der Lobby wurden wir sehr freundliche empfangen und checkten ein. Die Zimmer waren geräumig. Wir ruhten uns etwas aus und erkundeten dann das SPA. Dieses war neu gestaltet worden und hatte eine moderne Sauna und Duschen. Am Abend hatten wir das Buffet gebucht. Im Restaurant wurde eine große Auswahl an Speisen angeboten, die wir gar nicht alles probieren konnten. Natürlich gab es ein Skei-Bier aus der Brauerei in Lom, welches uns sehr gut schmeckte. Nach dem Essen ließen wir den Abend am Kamin in der Lobby ausklingen. Aber lange saßen wir dort nicht mehr. Alle waren nach den anstrengenden Tagen etwas müde.
Am nächsten Morgen gingen wir nach dem Frühstück zurück zur Talstation und fuhren mit dem Bus 511 vom Alpincenter in Skei nach Lillehammer. Dieser fuhr 45 Minuten. Von Lillehammer brachte uns der Zug zum Flughafen in Oslo und am Abend flogen wir zurück nach Berlin.
Uns hat die Tour in der Peer Gynt Loipe sehr gefallen. Es war eine wunderschöne Winterlandschaft, durch die wir in frisch gespurten Loipen die 70 Kilometer zurücklegten. Die Hotels waren sehr komfortabel und allen boten eine Sauna an, in der wir am Abend entspannen konnten. Auch die Verpflegung bot alles, was wir uns wünschten. Bestimmt werden wir wieder in den nächsten Jahren eine neue Tour planen.


  • 1) Fagerhøy Fjellstue 965m
  • 2) Abzweig Grasdalsvatnet 972m
  • 3) Abzweig Fyksetervegen 979m
  • 4) Skeistua 822m
  • 5) Skeikampen 778m
Abbildung Höhenprofil

Beschriftung - nach Oben


 

Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Norwegen
  Norwegen / Oppland
Tourencharakter
  Logo für Schwierigkeit der Tour   Skitour / mittel


Informationen zur Einstufung:
  • Einfache Tour mit einigen Anstiegen und leichten Abfahrten.
  • Lange Tagesetappen, die viel Kondition erfordern.
  • Alle Etappen waren gespurt.
Weitere Informationen unter dem Link "Zeichenerklärung".
 
Anreise

Wir reisten mit dem Flugzeug am Abend nach Oslo an und übernachteten in der Nähe des Flughafens. Am nächsten Morgen nahmen wir den Zug nach Vinstra. In Vinstra hatten wir uns ein Taxi am Bahnhof bestellt, welches uns nach Espedalen brachte.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

An den Hotels und Hütten waren Parkplätze vorhanden.

   Kosten für Maut

Maut nur für einige Brücken, Tunnel, Straßen und Städte.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

▷ Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten

  • DNT-Tourkarte Jotunheimen:  Ost
  • DNT-Tourkarte Jotunheimen:  West
Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Hütten unbedingt reservieren. Auf einigen Hütten müssen unter Umständen mehrere Tage gebucht werden.

Wetter
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
Weitere Tourenvorschläge:
Silvretta
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 5 Tage Logo für Kalender 2024
Jotunheimen
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 4 Tage Logo für Kalender 2023
Hurrungane
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 7 Tage Logo für Kalender 2024

 

Letzte Aktualisierung: 12.03.2026 - 15:29


Ich bin ein BotIch bin ein Bot
Menue Seitenende
Fuss